Warum es Meine Finanzfreiheit jetzt auf Deutsch gibt

August 13, 20264 min read
Warum es Meine Finanzfreiheit jetzt auf Deutsch gibt

Ich habe diese App ursprünglich nicht gebaut, um sie jemandem zu verkaufen. Ich habe sie gebaut, weil ich es satt hatte, jeden Monat eine Stunde damit zu verbringen, meine eigenen Zahlen in die vierte Tabelle zu tippen: Haushaltsbuch hier, Depot dort, Rentenkonto in einer App, Tagesgeld in einer anderen, zwei Immobilien im Kopf.

Heute läuft dieselbe App auf Deutsch. Sie heißt Meine Finanzfreiheit, und dieser Beitrag erklärt dir, warum.

Warum Deutschland, warum jetzt

Ich bin Tscheche, Produktmanager, und ich habe die letzten Jahre öffentlich darüber geschrieben, wie meine Frau und ich Richtung finanzieller Unabhängigkeit sparen. Auf Tschechisch und auf Englisch. Deutsch war lange der offensichtliche nächste Schritt — und trotzdem der, vor dem ich mich gedrückt habe.

Der Grund ist simpel: Deutschland ist der größte Markt für ETF-Sparpläne in Europa. Millionen Menschen zahlen jeden Monat automatisch in einen Welt-ETF ein. Die FIRE-Idee ist hier längst kein Nischenthema mehr — es gibt Foren, Podcasts, ganze Communities, die über Sparquote, Entnahmerate und den Punkt diskutieren, an dem Arbeit optional wird.

Was ich dagegen selten sehe: ein Werkzeug, das Budget, Nettovermögen und Depot in einer einzigen Ansicht zusammenbringt und daraus eine ehrliche Antwort auf die Frage macht "wie weit bin ich eigentlich?". Genau diese Lücke war der Grund, warum ich überhaupt angefangen habe zu bauen.

Und "auf Deutsch" heißt hier nicht: ein englisches Produkt mit ein paar übersetzten Buttons. Es heißt EUR als Standardwährung, deutsche Zahlenformate (1.234,56 € statt 1,234.56), deutsche Datumsangaben, deutsche Inhalte. Kleine Dinge — aber es sind genau die kleinen Dinge, an denen man merkt, ob ein Produkt für einen gemacht ist oder ob man geduldet wird.

Was Meine Finanzfreiheit eigentlich ist

Kurz gesagt: ein Ort für dein ganzes Finanzbild.

  • Budget — Ausgaben erfassen, kategorisieren, sehen wohin das Geld tatsächlich fließt. Kontoauszüge kannst du als PDF oder CSV hochladen, statt jede Zeile abzutippen.
  • Nettovermögen — Konten, Depots, Rentenprodukte, Krypto, Immobilien und Schulden in einer Zahl, mit Verlauf über die Zeit.
  • Portfolio-Analyse — was du wirklich besitzt: Regionen, Sektoren, Währungen, Überschneidungen zwischen ETFs, Dividenden, Gebühren (TER).
  • FIRE-Planung — deine Sparquote, dein Zielvermögen, und das Jahr, in dem Arbeiten zur Wahl wird statt zur Pflicht. Inklusive Szenarien, wenn du an den Annahmen drehen willst.
  • Kostenlose Rechner — Zinseszins, Miete gegen Kauf, Kredittilgung, Entnahmerate und einige mehr, ohne Anmeldung.

Was die App bewusst nicht macht: sie verlangt keine Bankzugangsdaten. Ich wollte selbst nie einem Drittanbieter dauerhaften Lesezugriff auf mein Konto geben — also läuft es über Import und manuelle Pflege. Das ist etwas mehr Arbeit einmal im Monat und dafür deutlich weniger Bauchschmerzen.

Was als Nächstes kommt

Dieser Beitrag ist der erste auf Deutsch, aber nicht der letzte. In den kommenden Wochen wächst hier eine deutsche Blog-Bibliothek: adaptierte Artikel aus dem englischen und tschechischen Bestand — über die Stufen der finanziellen Freiheit, Welt-ETFs, Miete gegen Kauf, Nettovermögen nach Alter, und meinen eigenen Weg mit allen Umwegen.

Adaptiert, nicht bloß übersetzt: Beispiele, Beträge und Kontext werden angepasst, wo sie sonst keinen Sinn ergäben.

Ehrlich gesagt

Weil dies die Rubrik Build in Public ist, hier der unglamouröse Teil.

Die deutsche Version ist mit KI-Unterstützung entstanden — Oberfläche wie Inhalte. Danach wurde sie durchgesehen, korrigiert und an mehreren Stellen umgeschrieben. Trotzdem: Bei diesem Umfang ist es realistisch, dass dir irgendwo eine schiefe Formulierung, ein falscher Fachbegriff oder ein hängengebliebener englischer Satz begegnet.

Wenn du so etwas findest, schreib mir. Ich meine das nicht als Höflichkeitsfloskel — Sprachfehler in einer Finanz-App sind Vertrauensfehler, und ich will sie schnell weghaben. Dasselbe gilt für alles, was in der App inhaltlich nicht zum deutschen Kontext passt.

Ich baue das hier neben einem Vollzeitjob. Das bedeutet: langsamer, aber ohne Investoren, die mir sagen, welches Feature als Nächstes drankommt.

Was es kostet

Aktuell kostenlos. Ab August 2026 wird es ein kostenpflichtiges Abo für den Betrieb geben — Server, Marktdaten und Wartung zahlen sich nicht von selbst, und ich möchte lieber ein kleines, ehrliches Abo verlangen, als deine Daten zu Geld zu machen.

Kein Wachstum um jeden Preis, keine Werbung, kein Weiterverkauf deiner Finanzdaten.

Fang einfach an

Wenn du gerade eine Tabelle pflegst und ahnst, dass sie dir langsam entgleitet — probier es aus: meinefinanzfreiheit.de.

Nimm dir eine halbe Stunde, trag deine Konten ein und schau dir eine einzige Zahl an: dein Nettovermögen. Bei mir war genau dieser Moment der Anfang von allem. Nicht, weil die Zahl gut war — sondern weil sie zum ersten Mal ehrlich war.

Willkommen. Und schreib mir, was fehlt.

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